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Von links nach rechts: Bürgermeisterin Birgit Jörder, André Dippel, 3. Tim Gebauer (Do-Nord), Matthias Acker, Sieger Jiri Nesveda (Sparta Prag), 2. Vladi Riha (RRG Bremen), Torsten Rellensmann und Britta Riede vom Sponsor Sparkasse Dortmund
Dortmunder Trio überrascht
Dortmund, 05.09.2011, Peter Kehl für derWesten.de
Selbst der große Regen konnte der 38. Auflage der Internationalen Meisterschaft von Dortmund in Hombruch nichts anhaben. Den „Großen Preis der Sparkasse“ am Sonntag gewann der Tscheche Jiri Nesveda mit 29 Punkten vor dem nur einen Zähler schlechteren Bremer Vladi Riha. Die eigentliche Überraschung des Rennens waren aber die drei Dortmunder Tim Gebauer, Timo Niesing und Christoph Schübbe auf den Plätzen drei bis fünf.
Ausgerechnet die beiden Rennen der Hauptklasse (Kriterium und Derny-Rennen) kamen in den zweifelhaften Genuss einer heftigen Abkühlung. Als um 14 Uhr das Qualifikationsrennen gestartet wurde, zog eine kräftige Regenfront über Hombruch hinweg. Und als sich am späten Nachmittag die elf Top-Fahrer zum Derny-Rennen formierten, wurde es ebenfalls nochmal richtig nass.
Mit einem blauen Auge davongekommen
„Wir sind dennoch mit einem blauen Auge davongekommen. Zwar gab es einige Stürze im Kriterium und die Zuschauer mussten sich unterstellen, aber als der Regen vorbei war, lief alles regulär weiter und die Fans kamen wieder zurück“, kommentierte Hombruchs Vereins-Chef Andreas Schulz die witterungsbedingten Ereignisse.
Bereits im 60 km langen Kriterium zeigte sich, wer für den Sieg in Frage kommen würde. Hier lag der Bremer Vladi Riha noch vor dem späteren Sieger Jiri Nesveda, während Tim Gebauer (RSV Nord) bereits den dritten Platz inne hatte, den er dann im abschließenden Derny-Rennen auch eindrucksvoll verteidigen sollte. Hinter den kleinen Schrittmacher-Maschinen zeigte besonders Lokalmatador Christoph Schübbe sein Talent. Im Windschatten von Schrittmacher Gerd Funk stürmte der Hombrucher Schübbe sofort los, sicherte sich die ersten beiden Wertungen und verbesserte sich so von Platz sieben auf Rang fünf in der Gesamtwertung.
Ein wirklich beachtlicher Auftritt, den Timo Niesing (RSV Nord) mit seinem vierten Rang komplettierte. Einen guten Eindruck hinterließ auch der für den RSV Unna startende Hombrucher Justin Wolf auf Rang sieben.
Und auch in den restlichen Klassen zeigten sich die Dortmunder in Form. Sebastian Schübbe sicherte sich bei den Junioren U 19 (Preis der Firma Rewe Kamp) Platz drei und damit ein Erfolgserlebnis für den ausrichtenden RuMC Sturm Hombruch. Schübbes Vereinskamerad Marlon Thomas vervollständigte als Zehnter den guten Hombrucher Auftritt in der Nachwuchsklasse.
Bei den Senioren (Preis Rewe Kamp) siegte Kai Lorenz (Team Baumberge) nach 42 km mit Rundenvorsprung. Jochen Noll (RSV Nord) und Alfred Hain (Hombruch) überquerten als Siebter bzw. Elfter die Ziellinie.



Seltenheitswert hatte die Siegerehrung in der C-Klasse. Nach 55 km um den „Preis des Kaufhauses Dustmann“ hatte zwar der Berliner Fabian Ilgen die Nase vorn, aber mit Gabor Klung (Sturm Hombruch) und Christian Kemper (RV Sturmvogel) standen immerhin zwei Dortmunder auf dem Siegerpodest.
Tobias Hendricks, Lars Krause (beide Hombruch) und Ralf Kummerer (RSV Nord) fuhren auf die Plätze fünf, acht und zwölf.Nach Kriterium und dem finalen Derny-Rennen durfte sich Jiri Nesveda aus dem Team Sparta Prag den Siegerkranz überstreifen. Mit seinem ersten Platz im letzten Wertungssprint verwies der Tscheche Vladi Riha aus Bremen auf die zweite Position. Platz drei ging an Tim Gebauer vom RSV Do-Nord.
Erstklassiger Radsport
Timo Niesing komplettierte das gute Abschneiden der Nord-Fahrer bei der Kurvenjagd mit seinem vierten Rang. Christoph Schübbe vom ausrichtenden Klub „Sturm“ Hombruch, der gerade in die A-Klasse aufgestiegen ist, überzeugte vor heimischer Kulisse als Fünfter, noch vor seinem ehemaligen Teamgefährten Justin Wolf (7., RSV Unna).
„Trotz des Regens boten die Fahrer erstklassigen Radsport. Die Stürze gingen zum Glück glimpflich aus, niemand kam zu Schaden“, sagte Andreas Schulz, erster Vorsitzender des RuMC „Sturm“ Hombruch, der das Radsport-Großereignis rund um die Harkortstraße wieder bestens organisierte.
Schübbe überzeugt
Im Rennen der C-Klasse glänzten die Dortmunder Fahrer. Hombruchs Gabor Klung fuhr auf Platz zwei, Christian Kemper (RV Sturmvogel) überquerte als Dritter den Zielstrich. Tobias Hendricks und Lars Krause (beide Hombruch) mischten auf den Rängen fünf und acht ebenso im vorderen Bereich mit wie Ralf Kummerer (RSV Do-Nord). Krause und Kummerer wiesen allerdings eine Runde Rückstand auf.
Im Rennen der Junioren U 19 machte erneut Sebastian Schübbe auf sich aufmerksam. Er fuhr im Ziel auf den dritten Platz. Marlon Thomas erreichte die elfte Position.

Andreas Beikirch hat es zum letzten Mal geschafft. Es ist allerdings nun auch schon zehn Jahre her, dass der Internationale Meister von Dortmund seinen Titel beim Hombrucher Radrennen im folgenden Jahr verteidigt hat.
Vielleicht wird es ja in diesem Jahr etwas: Vorjahressieger Dennis Klemme (SC Wiedenbrück) geht auch am Sonntag auf die Strecke. „Durchaus mit guten Chancen“, wie Andreas Schulz, der Vorsitzende des ausrichtenden Sturm Hombruch urteilt. Um gleich einzuschränken: „Im Feld gibt es aber auch noch genügend andere Fahrer, die sich Hoffnungen auf den Sieg machen können.“
Für treffsichere Prognosen ist das Rennen mit Start und Ziel an der Harkortstraße alles andere als geeignet. Der Kurs ist eng, die Austragung als Kriterium macht den Rennlaufverlauf zusätzlich unvorhersehbar. Schlecht für die Experten, gut für die Zuschauer. Die sehen – wie in jedem Jahr – ein zweigeteiltes Rennen. Ab 13.50 Uhr startet die Qualifikation mit gemeldeten 54 Fahrern. Absolviert werden 71 Runden, also 60 Kilometer. Die besten acht Fahrer plus drei nach Wahl des Veranstalters qualifizieren sich für den Endlauf hinter den Dernys (ab 16.45 Uhr).
Dernyrennen bildet den Abschluss
Das Dernyrennen ist der Abschluss des Radsportnachmittags in Hombruch. Begonnen wird der mit den „Fette-Reifen-Rennen“ ab 12 Uhr, bei dem der Nachwuchs seiner ersten Runden auf der Rennstrecke drehen kann. Es folgen die Rennen der Junioren U19 und der Senioren 2 bis 4, die gemeinschaftlich auf die Strecke gehen werden. Zwischen dem ersten und zweiten Teil des Hauptrennens werden die C-Klasse-Fahrer ihre Runde drehen (ab 15.20 Uhr).
Veranstalter Sturm Hombruch stellt mit neun Fahrern das größte Starterfeld in diesem Rennen, unter ihnen ist auch Lars Krause. Favoriten kann er in diesem Feld nicht ausmachen, „wir müssen versuchen, einen Fahrer in die Spitzengruppe zu bekommen und schauen, was dann möglich ist“, so Krause. Sichere Prognosen auch sind hier kaum möglich.
Das Programm
12 Uhr: Fette-Reifen-Rennen, 6 - 9 Jahre. 12.15 Uhr: Fette-Reifen-Rennen, 10 - 13 Jahre (Meldungen sind bis 20 Minuten vor Startbeginn an der Strecke möglich. Rennräder nicht erlaubt, ein Helm ist Pflicht).
12.40 Uhr: Junioren U19, Senioren 2-4. 13.50 Uhr: KT und A/B-Klasse.
15.20 Uhr: Männer C-Klasse.
16.45 Uhr: Derny-Rennen, Finale KT und A/B-Klasse.
Dortmund, 31.08.2011, Timm Becker für Der Westen.de
Nach der Veranstaltung findet Ihr hier die Bilder und die Berichte.
